Risikolebensversicherung
Was ist eine Risikolebensversicherung?
Die Risikolebensversicherung ist die günstigste und verbreitetste Lebensversicherung in Deutschland und zahlt ausschließlich im Todesfall des Versicherungsnehmers. Sollte der Versicherte das Vertragsende erleben, steht ihm keine Leistung zu. Daher sind die Beiträge auch deutlich niedriger als zum Beispiel bei einer gemischten Lebensversicherung, die auch im Erlebensfall zahlt. Wer eine Risikolebensversicherung abschließt, sichert damit die von ihm begünstigten Personen, zum Beispiel den Ehe - oder Lebenspartner, finanziell ab.
Die vereinbarte Summe, die nach dem Tod des Versicherungsnehmers ausgezahlt wird, sollte im Idealfall etwa dem 3 – bis 5-fachen seines Jahresgehalts entsprechen. Die Risikolebensversicherung basiert, wie die meisten Lebensversicherungen, auf dem Prinzip der Summenversicherung, so dass die festgelegte Summe im Versicherungsfall vollständig ausgezahlt wird, unabhängig von der finanziellen Situation der Begünstigten. Sollte der Versicherungsnehmer im Vertrag keine Begünstigten bestimmt haben, fließt die Summe nach seinem Tod in den Nachlass und wird unter den Erben verteilt.
Eine Risikolebensversicherung kann, je nach Versicherer, durch eine Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung, kurz BUZ, erweitert werden. Diese übernimmt im Falle einer Berufsunfähigkeit des Versicherungsnehmers die weiteren Beitragszahlungen für die Risikolebensversicherung, damit diese nicht verfällt. Eine monatliche Berufsunfähigkeits-Rente für den Versicherungsnehmer kann zusätzlich vereinbart werden.
Die zu zahlenden Beiträge für eine Risikolebensversicherung sind nicht zuletzt vom Eintrittsalter und dem Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers abhängig. Je älter oder gesundheitlich angeschlagener der Versicherte ist, desto höher fallen die Beiträge aus. Ein wesentlicher Faktor ist zudem die Angewohnheit des Rauchens. Raucher zahlen, da sie im Durchschnitt eine geringere Lebenserwartung haben als Nichtraucher, deutlich höhere Prämien. Darüber hinaus entscheiden der Beruf und die Hobbys des Versicherungsnehmers über die Kosten. Hobbys wie Fallschirmspringen oder Motorradfahren beispielsweise führen zu einer Prämienerhöhung.
Bei hohen Versicherungssummen steigt verständlicherweise die Aufmerksamkeit der Versicherer und damit die Pflicht des Versicherungsnehmers, seinen Gesundheitszustand zu verifizieren, zum Beispiel in Form von Attesten. Die Versicherung kann auf bestimmte medizinische Untersuchungen bestehen.
